Halloween und der düstere Stil Carpenters

Halloween war zu seinem Erscheinen 1978 ein bahnbrechender Slasherfilm, der das Genre Horror komplett auf den Kopf stellte. John Carpenter landete mit diesem frühen Film einen großen Hit, der seine Klassiker “Der Nebel” und “Fürst der Finsternis” ein wenig in Vergessenheit geraten ließ. Jamie Lee Curtis gelang genau so sehr der Durchbruch, und mit neun Weiterführungen des Originalstoffs ist es bis heute eine der angesagtesten Filmreihen der Horrorgeschichte. Warum ist das so?

So huldigt man dem Horror auch nach dem Film

Halloween ist ein dunkler Film, dessen Malerei etwa diesen düsteren postern entspricht. Die Schwarze Romantik ist eine der tiefsten und ergiebigsten Kunstwelten. Durch die entsprechenden Poster, die ebenfalls mit dem Stil der modernen Horrorfilms arbeiten, kann man ihr huldigen und sich inspirieren lassen! Carpenter spielt mit Licht und Schatten, doch eigentlich ist in diesem Film alles finster. Diese Lautmalerei regt zum Nachdenken an und hat eine bildliche Fixierung verdient!

Laurie Strode als moderne Jane Austen

Laurie Strode ähnelt hier der Protagonisten aus Jane Austens Stolz und Vorurteil, die ebenso verloren in einer ihr fremden Umwelt ist. Wie ihr Bruder ist Strode isoliert – als einzige Streberin in der Schule wird sie etwas von ihren Freundinnen verlacht, hat keinen Freund und hält wenig von dem lustig sündigen Leben ihrer Mitschüler. Unweigerlich denkt man auch hier an ein Werk Austens, nämlich Sinn und Sinnlichkeit, das in einer ähnlich abgeschiedenen Atmosphäre spielt. Isolation ist Grund für die Jagd, und in der so beschaulichen Kleinstadt bricht aus den Isolierten plötzlich der Wahnsinn aus – so wird Michael Myers ohne Grund zum Serienmörder.

Laurie Strodes Kampf mit Michael Myers ist noch lange nicht zu Ende, bis 2022 wurden noch zwei weitere Sequels angekündigt, in denen die Altmeisterin Jamie Lee Curtis zu sehen sein wird. Wir bleiben gespannt!