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Kinofilme zu Hause mit Torte zelebrieren

Die Zeit ist gegenwärtig düster – nicht nur, weil die Tage kürzer werden und der Himmel grau ist. Ein Virus hält uns alle in Atem und zu Hause. Es fragt sich, wann die Filmpremieren, die in diesem Jahr nicht stattfanden, nachgeholt werden können. Andererseits werden gerade weniger Filme produziert, weil Hygienemaßnahmen mit einem lockeren Drehtag nicht unbedingt vereinbar sind.

Wie kommt der Kinofan trotzdem zu seinen Highlights?

Ein großer Bildschirm, ein Klappsitz, Popcorn und ein berauschender Kinofilm in den eigenen vier Wänden bringen nicht wirklich das große Kinofeeling. Mit diesem Equipment, das den Ritualen des Kinogangs abgeguckt ist, fängt man höchstens an zu vergleichen. Das kann den Effekt eines guten Filmes zerstören, denn wenn das Popcorn nicht schmeckt, die Geräusche der anderen Kinogänger fehlen und der Klappsitz nicht ordentlich federt, ist man durch solche Sachen abgelenkt und kann sich nicht auf den Film konzentrieren.

Neue Rituale schaffen

Wie wäre es mit einem neuen Heimkinofeeling, das anders ist als das im Kino, aber zum eigenen Heim passt? Zwei Haushalte mit genügend Abstand dürfen sich treffen. Der Film wird gestreamt oder als Datei, DVD oder Blue-Ray abgespielt. Dazu gibt es Getränke und ein Stück Kuchen. Der muss nicht selbst gebacken werden, sondern kann mit entsprechender Filmdeko und ganz nach Wunsch bei https://www.deinetorte.de/ bestellt werden! Die Lieferung erfolgt pünktlich und alle werden begeistert sein von einer Torte, die zum Film passt, weil sie einen Tortenaufleger mit Filmtitel hat, in den entsprechenden Farben dekoriert oder einfach eine leckere Schokoladentorte ist! Vor dem Film kann man die Gäste mit einem zum Thema passenden Gesellschaftsspiel auf das Event einstimmen.

Solche Kinoabende können in regelmäßigen Abständen in der gleichen Besetzung stattfinden, und die Qualität der Torten oder Cake Pops wird genauso gut sein wie die des Popcorns im Kino, denn sie kommen immer aus der gleichen Quelle.

So kann man die Zeit überbrücken, bis es wieder gemeinsame Abende im Lieblingskino gibt!

Halloween und der düstere Stil Carpenters

Halloween war zu seinem Erscheinen 1978 ein bahnbrechender Slasherfilm, der das Genre Horror komplett auf den Kopf stellte. John Carpenter landete mit diesem frühen Film einen großen Hit, der seine Klassiker “Der Nebel” und “Fürst der Finsternis” ein wenig in Vergessenheit geraten ließ. Jamie Lee Curtis gelang genau so sehr der Durchbruch, und mit neun Weiterführungen des Originalstoffs ist es bis heute eine der angesagtesten Filmreihen der Horrorgeschichte. Warum ist das so?

So huldigt man dem Horror auch nach dem Film

Halloween ist ein dunkler Film, dessen Malerei etwa diesen düsteren postern entspricht. Die Schwarze Romantik ist eine der tiefsten und ergiebigsten Kunstwelten. Durch die entsprechenden Poster, die ebenfalls mit dem Stil der modernen Horrorfilms arbeiten, kann man ihr huldigen und sich inspirieren lassen! Carpenter spielt mit Licht und Schatten, doch eigentlich ist in diesem Film alles finster. Diese Lautmalerei regt zum Nachdenken an und hat eine bildliche Fixierung verdient!

Laurie Strode als moderne Jane Austen

Laurie Strode ähnelt hier der Protagonisten aus Jane Austens Stolz und Vorurteil, die ebenso verloren in einer ihr fremden Umwelt ist. Wie ihr Bruder ist Strode isoliert – als einzige Streberin in der Schule wird sie etwas von ihren Freundinnen verlacht, hat keinen Freund und hält wenig von dem lustig sündigen Leben ihrer Mitschüler. Unweigerlich denkt man auch hier an ein Werk Austens, nämlich Sinn und Sinnlichkeit, das in einer ähnlich abgeschiedenen Atmosphäre spielt. Isolation ist Grund für die Jagd, und in der so beschaulichen Kleinstadt bricht aus den Isolierten plötzlich der Wahnsinn aus – so wird Michael Myers ohne Grund zum Serienmörder.

Laurie Strodes Kampf mit Michael Myers ist noch lange nicht zu Ende, bis 2022 wurden noch zwei weitere Sequels angekündigt, in denen die Altmeisterin Jamie Lee Curtis zu sehen sein wird. Wir bleiben gespannt!

Jane Eyre

Die Schwestern Brontë gehören neben Jane Austen zu den berühmtesten Schriftstellerinnen der klassischen Literatur. Zwei ihrer Romane gelten heute als Weltliteratur: Jane Eyre und Sturmhöhe. Unter den zahlreichen Verfilmungen ist wohl die US-amerikanische Fassung mit Ruth Wilson als Jane Eyre die Beliebteste. Bei der Fassung handelt es sich um eine Mini-Serie über drei Teile.

Handlung

Jane Eyre ist ein armes Waisenkind mit einer freudlosen Kindheit voller Schmerz, Vernachlässigung und Misshandlung. Nach dem Tod ihres Ziehvaters wird Jane von seinen leiblichen Kindern schikaniert und von deren Mutter, Mrs. Reed, nicht angenommen. Mrs. Reed entscheidet sich daraufhin, Jane Eyre in eine Schule für Waisen zu geben. Das karge Leben in dem Internat Lowood findet unter schrecklichsten Bedingungen statt. So ist es in dem Gebäude immerzu kalt und es gibt nicht genug zu essen. Viele der Mädchen im Internet sterben an Typhus oder an Tuberkulose, wie Janes engste und kluge Freundin Helen.

Mit den Jahren entwickelt sich Jane zu einer selbstbewussten und bescheidenen jungen Frau. Nach einigen Jahren Schuldienst als Lehrerin entscheidet sie sich auf die Suche nach einer Gouvernantenstelle zu begeben. Schon nach kurzer Zeit wird sie auf dem Anwesen Thornfield fündig. Doch das Anwesen birgt Geheimnisse und ebenso der Herr des Hauses.

Sinn und Sinnlichkeit

Unter Austen-Fans ist es heiß umstritten, welcher ihrer Romane denn nun das Prädikat des gelungensten ihrer Werke verdient. Meistens wird dieser erbitterte Kampf zwischen den Verteidigern von Stolz und Vorurteil auf der einen und Sinn und Sinnlichkeit auf der anderen Seite ausgefochten.

Handlung

Sinn und Sinnlichkeit wurde auch unter dem Buchtitel Gefühl und Verstand veröffentlicht. Im Fokus des Liebesdramas stehen zwei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Als der Vater stirbt, wird die wohlhabende Familie aus Mutter und drei Schwestern enterbt und muss von nun an in einem kleinen Cottage fernab von ihrem ehemaligen zu Hause leben. Elinor, die älteste Schwester, die die Probleme und Sorgen, die sich durch diese Umstände ergeben, besonders durch Vernunft und Nüchternheit zu bewältigen versucht, übernimmt die Rolle der Vermögensverwaltung. Ihre jüngere Schwester Marianne hingegen gibt sich ihrer Trauer über den Verlust von Vater und Heim hin und träumt von einer romantischen Liebe. Die Aufmerksamkeit der Männer der höheren Gesellschaft lässt nicht lange auf sich warten. Doch bis zum guten Ende müssen Elinor und Marianne so manchen Herzschmerz ertragen.

BBC-Verfilmung mit Kate Winslet, Hugh Grant und Alan Rickman

Wie auch bei Stolz und Vorurteil gibt es von Sinn und Sinnlichkeit eine Vielzahl an Verfilmungen. Und auch in diesem Fall ist einer der beiden beliebtesten Interpretationen die von BBC. Wie schon Stolz und Vorurteil wurde auch sie im Jahr 1995 veröffentlicht. In den Hauptrollen sehen wir Emma Thompson als Elinor Dashwood, Kate Winslet als Marianne Daswhood sowie Hugh Grant als Edward Farrars und Alan Rickman als Christopher Brandon. Der schlüpfrige und zwielichtige Frauenheld Mr. Willougby wird von Greg Wise verkörpert.

In diesem Fall ist die BBC-Verfilmung die kürzere und ungenauere Version. Zwar hält sich der Regisseur grob an die Buchvorlage, doch aufgrund des großen Umfangs der Geschichte lässt sich das in so kurzer Zeit kaum verwirklichen. Trotz allem ist die Verfilmung sehr unterhaltsam und überrascht durch grandiose Landschaftsaufnahmen und sehenswerten schauspielerischen Leistungen. Die Charakterzeichnung gelingt dem Regisseur. Auch die humoristischen Elemente der Bücher kommen in seinem Film zum tragen.

US-amerikanische Verfilmung

John Alexander hat den Literaturklassiker 2008 in einer Miniserie aus drei Teilen verewigt. Auch hierbei handelt es sich um eine BBC-Produktion. Auch diese Version hat beinahe durchweg gute Kritiken erhalten. Welche der beiden Verfilmungen schlussendlich die bessere ist, entscheidet vermutlich am ehesten der Geschmack.

Emma

Zahlreich verfilmt wurde auch der Roman Emma von Jane Austen. Unter Literaturwissenschaftlern gilt Emma heute als Meisterwerk und wird zur Weltliteratur gezählt.

Die intelligente und verwöhnte Emma Woodhouse kommt aus einem wohlhabenden Haus und betätigt sich aus Langeweile gerne als Ehestifterin in ihrem näheren Bekanntenkreis, leider nicht immer ohne anderen zu schaden. Vor der Fertigstellung des Romans glaubte Jane Austen, dass sie mit Emma „eine Heldin schaffen würde, die ausgenommen ihrer selbst, niemand so recht mögen wird“. Doch weit gefehlt! Emma ist inzwischen einer der beliebtesten Romanfiguren aus dem Austen-Universum.

Handlung

Nachdem ihre Gouvernante ausgezogen ist, leidet Emma unter Langeweile und Schwermut. Doch nach kurzer Zeit hat sie eine neue kurzweilige Ablenkung für sich entdeckt: Sie versucht sich als Kupplerin in der Überzeugung, sie könnte mit ihrem Willen die Geschicke und Gefühle anderer lenken. Doch ihre fehlende Lebenserfahrung werden ihren Freunden und Bekannten, die unter ihren Versuchen der Ehestiftung leiden, bald zum Verhängnis. Ihr langjähriger Freund Mr. Knightley warnt sie vor zu viel Übermut.

Beste Filmversion

Einer der schönsten Literaturverfilmungen von Emma stammt von dem US-amerikanischen Regisseur Douglas McGrath aus dem Jahr 1996 mit Gwyneth Paltrow in der Hauptrolle. Eine Filmkritik beschreibt den Film als „subtil unterhaltendes Sittengemälde“. Dabei kommt der komödiantische Aspekt des Romans nicht zu kurz. Die Rolle des berüchtigten Mr. Knightley spielt in diesem Fall Jeremy Northam.

Überaus gute Kritiken hat auch der neueste Emma-Film aus dem Jahr 2020 bekommen. Die Süddeutsche bezeichnet ihn als „fast so lustig wie das Buch“.

Jane Austens Feminismus

Ein zentrales Element des Romans und auch der Filme ist die Gesellschaftskritik über den Umgang von unverheirateten Frauen sowie die eingeschränkten Lebensperspektiven von Frauen, die dem Stand der Gentry angehörten. Gentry war der britische Niederadel. Frauen des Niederadels hatten vielmals nur zwei Optionen: Vorteilhaft heiraten oder den Beruf der Gouvernante ergreifen. Diese Problematiken werden in Emma anhand der Figur Jane Fairfax illustriert.

Sturmhöhe

Während Jane Eyre aus der Feder von Charlotte Brontë stammt, wurde Sturmhöhe von ihrer jüngeren Schwester Emily geschrieben. Von den mehr als zwanzig Verfilmungen stammt die ansehnlichste Fassung aus dem Jahr 2011 mit Tom Hardy und Charlotte Riley in den Hauptrollen. Die älteste und bekannteste Variante wurde 1939 veröffentlicht, die sich aber fast ausschließlich auf den ersten Teil des Romans konzentriert. Sturmhöhe wurde 1939 durch die New York Film Awards als bester Film des Jahres ausgezeichnet.

Handlung

Der Schauplatz des Filmes ist der Gutshof Wuthering Heights der Familie Earnshaw. Der Name rührt vom Standort des Gutshofes, der über den Hochmooren von Yorkshire gelegen, einem beständigen und stürmischen Wind ausgesetzt ist.

Zentraler Charakter ist das Findelkind Heathcliff, der von seinem großen Stiefbruder geärgert und drangsaliert wird. Außerdem muss er im Stall schlafen. Seine einzige Freundin und Verbündete ist seine Stiefschwester Cathy, in der er sogar mit der Zeit eine Seelenverwandte für sich entdeckt. Nachdem sich Cathy für eine Verlobung mit dem angesehenen Edgar Linton entscheidet, verlässt Heathcliff tiefgekränkt den Hof. Als er Jahre später als reicher und gutaussehender Mann zurückkehrt, verliebt sich Cathy in ihn, weist ihn jedoch ab. Daraufhin beginnt eine Zerstörungsserie seitens Heathcliff, dessen Folge schlussendlich Cathys Tod ist.

Stolz und Vorurteil

Stolz und Vorurteil ist der wohl berühmteste Roman der Schriftstellerin Jane Austen. Austen wurde im Jahr 1775 in Steventon im Vereinigten Königreich geboren. Ihre Liebesromane sind weltbekannt geworden, nicht zuletzt wegen ihres charakteristischen Humors und der unterschwelligen Gesellschaftskritik an der Rolle der Frau und dem dominanten Klassizismus. Der Roman wurde mehrere Male verfilmt. Die bekanntesten Verfilmungen sind die Filmreihe von BBC sowie eine weitere britisch-französische Version mit Keira Knightley in der Hauptrolle.

Handlung

Lizzie Bennet, eine emanzipierte und kluge junge Frau, wächst als zweitälteste Tochter in einer Familie mit vier anderen Schwestern auf. In einer Zeit, in der für Frauen eine vorteilhafte Heirat von großer Bedeutung war, verweigert sich Lizzie vorschnellen Entscheidungen und beschließt für sich, nur unter der Bedingung zu heiraten, ernsthafte Gefühle für ihren zukünftigen Ehemann zu hegen. Jane, ihre älteste Schwester und beste Freundin, teilt diesen Wunsch mit ihr. Gemeinsam mit ihrer Familie besucht Lizzie Tanzbälle und nimmt an anderen Gesellschaftsabenden teil. Dort begegnen sie den wohlhabenden Herren Mr. Darcy und Mr. Bingley. Während sich Mr. Bingley als durchaus heiratswürdiger Kandidat erweist, der zudem noch ein reges Interesse an der schönen Jane zeigt, ist Mr. Darcy von außerordentlicher arroganter und wortkarger Natur. Nach einer an sie gerichteten Kränkung von Mr. Darcy beschließt Lizzie, dass dieser nun für alle Zeit in Ungnade gefallen sein soll. Doch manchmal trügt der erste Eindruck, besonders wenn viel Stolz und einige Vorurteile im Spiel sind.

BBC-Verfilmung

BBC hat sich 1995 bei der Verfilmung von Stolz und Vorurteil für eine Miniserie aus sechs Teilen entschieden. Mit der hochrangigen Besetzung war die Serie sowohl in den USA als auch in Großbritannien ein großer Erfolg. BBC hält sich weitgehend an die Buchvorlage und spart wenige Szenen aus. Die Hauptrollen als Mr. Darcy und Lizzie Bennet übernehmen Colin Firth und Jennifer Ehle. Die Verfilmung überzeugt durch seine fabelhaften Schauspieler, die authentische Kostümierung und Szenerie sowie durch die buchgetreuen Dialoge. Ein Autor der Independent befand, dass es sich bei der Verfilmung um einer der besten filmischen Adaptionen eines literarischen Klassikers handele.

Britische Verfilmung mit Keira Knightley

Die britische Verfilmung mit Keira Knightley in der Hauptrolle der Lizzie Bennet ist sehr beliebt und das zu Recht. Zwar hält sich Regisseur Joe Wright nicht ganz an die Buchvorlage, was in einer Filmdauer von 127 Minuten auch kaum zu erwarten ist. Doch der Film begeistert durch seine aufwendige Produktion. Die Stadt- und Landschaftsbilder sowie die Kleider sind zeitgetreu, detailreich und liebevoll inszeniert. Zudem überzeugt nicht nur Keira Knightley als Lizzie Bennet, sondern besonders auch Matthew Macfayden als Mr. Darcy die Zuschauer(innen). Trotzdem steht in dieser Verfilmung vor allem der komödiantische Aspekt im Vordergrund, während die typische Gesellschaftskritik von Austen in den Hintergrund rückt. Von der FAZ wurde der Film sogar als Wunder an Geschmack in Ausstattung und Kulisse gerühmt.

Little Dorrit

Little Dorrit ist eine BBC-Miniserie, die auf dem gleichnamigen Roman von Charles Dickens basiert. Die Serie gewann unter anderem sieben Emmy-Awards. Das Liebesdrama erstreckt sich über drei Teile.

Handlung

Die 21-jährige Amy Dorrit lebt seit ihrer Geburt in einem Schuldengefängnis. Um ihre Familie finanziell zu unterstützen, arbeitet sie als Näherin bei Mrs. Clennam, einer verschrobenen und invaliden alten Frau, die mit ihrer Dienerschaft in einem baufälligen Haus wohnt. Ihr Ehemann und ihr Sohn Arthur leben in China. Als Arthur nach dem Tod des Vaters nach England zurückkehrt, freundet er sich mit Amy an. Amy hingegen entwickelt romantische Gefühle für Arthur. Die Annäherungsversuche vom Sohn des Gefängnisaufsehers bleiben bei ihr hingegen erfolglos. Seinen Heiratsantrag lehnt sich feinfühlig ab. Währenddessen werden ihre Gefühle für Arthur immer stärke. Besonders, nachdem er als anonymer Gönner die Schulden ihres Bruders getilgt hat. Nach einer unerwarteten Erbschaft an Dorrit veränderte sich die Situation.

Cast und Kritiken

Amy Dorrit wird von Claire Foy gespielt. Arthur Clenman wird von Matthew Macfadyen verkörpert. Die Miniserie hat gute Kritiken bekommen mit ein paar Vorbehalten. So schrieb ein Autor von Variety, dass einige Schauspieler ein wenig zu theatralisch auftreten würden. Die Serie hätte zudem etwas schleppend angefangen und mit der Zeit erst Fahrt aufgenommen. Andere bezeichnen Little Dorrit als Meisterwerk und als gelungene Abbildung der gesellschaftlichen Verhältnisse im 19. Jahrhundert. Besonders viel Lob haben die Kostüme sowie die verschiedenen Szenerien geerntet. Der Regisseur Adam Smith hatte bereits zuvor einen großen Erfolg mit seiner Verfilmung zu Bleak House gelandet, die ebenfalls auf einem gleichnamigen Roman von Charles Dickens fußt.

Verführung

Eine weniger bekannte Austen-Verfilmung von BBC ist Verführung (im Englischen: persuasion). Regie hat Adrian Shergold geführt. Der Film wurde im Fernsehen ausgestrahlt.

Handlung

Anne Elliot stammt aus einem angesehenen und wohlhabenden Hause, als sie sich mit Frederick Wentworth verlobt, einem armen Offizier. Auf Verlangen ihrer Familie und einer guten Freundin löst Anne die Verbindung zu Frederick auf. Acht Jahre später ist Anne immer noch unverheiratet. Sie leidet unter dem exorbitanten Lebensstil von Vater und Schwester, welcher die Familie in den Konkurs zu führen droht. Aufgrund der Eskapaden ist die Familie schlussendlich dazu gezwungen das Anwesen zu vermieten.

Als Anne Frederick wieder begegnet, hat der sich inzwischen Ansehen und Vermögen als Kapitän in der Royal Navy erarbeitet. Schnell ergibt sich, dass beide immer noch nicht über die Verlobung hinweg sind. Doch während bei Anne neuerliche Gefühle aufblühen, wird Frederick von seiner tiefen Kränkung durch die damalige Zurückweisung dominiert.

Kritiken

Von Kritikern wird bemängelt, dass der Film aufgrund der hohen Erzählgeschwindigkeit nur für Kenner des Buches nachvollziehbar ist. Dazu käme ein Defizit an Charakterentwicklung und wenig emotionale Komplexität. Ausgezeichnet wurde nur zwei Mal die schauspielerische Leistung von Sally Hawkings als Anne Elliot.